Superfoods-Woche Tag 4: Quinoa – Pseudogetreide für tolle Rezepte

Wer sich gesund und bewusst ernähren möchte, sollte auf das Superfood Quinoa nicht verzichten. Quinoa – das klingt ziemlich exotisch, oder was meint Ihr? Von Südamerika haben die kleinen Körner den Weg nach Europa gefunden und sind  bereits binnen kurzer Zeit so beliebt wie kein anderes Superfood. Aus vielen Küchen sind sie schon längst nicht mehr wegzudenken. Wie konnte das Superfood Quinoa binnen so kurzer Zeit so beliebt werden?

Quinoa – Superfood mit langer Tradition

Quinoa kommt aus Südamerika und wurde dort bereits vor mehr als 6.000 Jahren von den Inkas angebaut und verwendet. In Ihren jeweiligen Herkunftsländern wie Bolivien oder Chile trägt die Quinoa-Pflanze viele verschiedene Namen: Inkareis, Inkakorn oder Andenhirse. Die Pflanze ist sehr robust und klimatisch flexibel wodurch sie sich leicht anbauen lässt.  Quinoa ist kein Getreide, sondern gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen. Das ist die gleiche Pflanzenfamilie, der auch Gemüsesorten wie beispielsweise Spinat angehören. Von einer ausgewachsenen Quinoa-Pflanze können fast alle Bestandteile gegessen werden. Ihre Blätter sind vom Geschmack dem Spinat und Mangold gleich und können so gut als Salat oder Gemüse verwendet werden. Die Quinoakörner haben eine getreideähnliche Zusammensetzung und können entweder roh, gekocht oder in Form von feinem Mehl verwertet und gegessen werden. Bis vor ein paar Jahren war Quinoa in Europa eher unbekannt. Das Jahr 2013 wurde von den Vereinten Nationen und der Welternährungsorganisation FAO offiziell zum „Internationalen Jahr der Quinoa“ ausgerufen. Quinoa ist vor allem hierzulande in Mode gekommen, weil sich wieder immer mehr Menschen für ursprüngliche und gesunde Nahrungsmittel begeistern.

Allrounder unter den Superfoods

Unsere bereits vorgestellten Superfoods – Grünkohl, Granatapfel, Kürbis – haben sich alle durch einen hohen Nährstoffgehalt ausgezeichnet. Das ist bei Quinoa ebenfalls der Fall. Quinoa enthält alle acht essenziellen Aminosäuren, für ein pflanzliches Produkt außergewöhnlich. Zudem ist es reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien. Damit wird Quinoa als besonders gesund eingestuft. Auf dem Markt gibt es mittlerweile etliche verschiedene Varianten der Quinoa-Körner. In den Supermärkten findet Ihr vorwiegend weiße und schwarze Quinoakörner. Quinoa ist absolut glutenfrei und damit perfekt für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit geeignet. Aufgrund seines hohen Eiweißgehaltes ist er zudem ein tolles Nahrungsmittel für Vegetarier und Veganer und sollte als Teil einer gesunden Ernährung angesehen werden. Im Vergleich zu Pasta, enthält Quinoa wesentlich weniger Kalorien – wer abnehmen möchte oder eine Diät macht, kann das Superfood bedenkenlos genießen.

Rezept für ein herbstliches Quinoa-Frühstück

Leckere und gesunde Rezepte nach dem Clean Eating Konzept

Leckere und gesunde Rezepte nach dem Clean Eating Konzept


Die kleinen Alleskönner bringen neben Gesundheit auch eine große Vielfalt in die Küche. Ob als Müsli zum Frühstück, als Beilage zum Mittagessen, als Dessert oder sogar als Backzutat – Quinoa kann alles und ist zudem sehr lecker. Die Körner können kalt oder warm gegessen werden. Wichtig ist, sie vor dem Verzehr gründlich abzuwaschen, da ihre Schale Saponine enthalten, die sonst leicht bitter schmecken. Gekocht hat Quinoa einen eher nussigen Geschmack.Julia wollte schon seit längerem mal wieder ein Rezept für uns nachkochen. Also hat sie unsere Superfoods-Woche gleich zum Anlass genommen und das sommerliche Quinoa-Frühstück aus unserem Buch Clean Eating – Natürlich kochen von Hannah Frey ausprobiert. Heute gab es dann also ein Superfood-Frühstück im Büro. Da Zutaten wie Beeren momentan keine Saison haben, hat Julia das Rezept einfach mit anderen Obstsorten wie Banane, Apfel und Birne abgewandelt. Das Mandelmus hat Julia übrigens durch Erdnussmus ersetzt, da sie auf die Kombination mit Banane und Erdnuss steht. Hier aber erst einmal für euch das ursprüngliche Rezept:

Für 2 Personen
  • 100g weiße Quinoa
  • 200 ml Sojamilch
  • 200g Erdbeeren (Alternativ dazu: Bananen, Äpfel oder Birnen)
  • 200 g Sojajogurt
  • 2 EL weißes, ungesüßtes Mandelmus (Alternativ dazu: Erdnussmus)
  • 200 g gemischte Beeren (Alternativ dazu: Bananen, Äpfel oder Birnen)

Das Pseudogetreide Quinoa

Das Pseudogetreide Quinoa

Frisches Obst als Topping

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Gesunde Ernährung mit Bananen, Äpfeln und Birnen

Gesunde Ernährung mit Bananen, Äpfeln und Birnen


Die Zubereitung war kinderleicht. Nachdem Julia das Quinoa gründlich abgespült hat, wurde dieser zusammen mit der Sojamilch für 10 Minuten erhitzt. In der Zwischenzeit war genug Zeit um Banane, Apfel und Birne klein zu schneiden. Dann hat sie den Sojajoghurt mit der Banane gemixt und zusammen mit der Erdnussmus unter die Quinoa-Masse verteilt. Das Obst und noch ein paar Kakao Nibs als Deko drüber und dann gab es leckeres Frühstück für uns.

Frühstück mit Quinoa: Lecker, gesund und voller Vitamine

Frühstück mit Quinoa: Lecker, gesund und voller Vitamine


Geschmacklich war auch diese herbstliche Kombination sehr passend, allerdings war die gesamte Konsistenz noch sehr flüssig. Beim nächsten Mal wissen wir, dass wir ein bisschen weniger Sojamilch nehmen. Gleich welche Obstsorten Ihr bevorzugt, das Rezept ist einfach und schnell zubereitet und wärmt schön durch an kalten Herbsttagen.Wie esst Ihr Quinoa am liebsten? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

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Über Vanessa
Ich bin Vanessa, Online-Redakteurin und leidenschaftliche Hobbyköchin aus Berlin. Ich probiere gerne neue Food-Trends aus, liebe es an Gerichten herumzutüfteln und immer wieder neue Aromen und Geschmackskombinationen zu entdecken. Außerdem reise ich sehr gerne und finde es dabei immer wieder spannend, kulinarische Besonderheiten kennenzulernen.
3 Kommentare
Ellen

Also ich esse ja Quinoa am liebsten als Bratlinge, hab ich vor ner Weile ein echt tolles Rezept gefunden..aber dein Quinoa-Frühstück sieht auch echt lecker aus! Kann man bestimmt auch mit Mandelmilch machen, oder? Sojamilch mag ich nicht so gern.

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Vanessa

Überhaupt kein Problem. Das Schöne ist ja, dass es mittlerweile viele Alternativen gibt. Ich könnte mir auch Haselnussmilch gut vorstellen. Die hat ein leichtes nussiges Aroma. Viel Spaß beim Ausprobieren.

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