Vegane Weihnachtsplätzchen für die Adventszeit

Backen zur Adventszeit als Einstimmung für die festlichen Tage, © Stockfood/ aus dem Buch Weihnachtszeit

Backen zur Adventszeit als Einstimmung für die festlichen Tage, © Stockfood/ aus dem Buch Weihnachtszeit

Für mich gehört das Backen von Weihnachtsplätzchen zu Weihnachten wie das Färben von Eiern an Ostern einfach dazu. Wenn es verführerisch nach frischgebackenen Plätzchen mit Zimt und Lebkuchen duftet wird es doch erst so richtig gemütlich. Rezepte für Plätzchen gibt es mittlerweile für jede Ernährungsform: Vegan, Low-Carb, Paleo oder für Menschen mit Laktoseintoleranz. Ich habe mich einmal etwas näher mit dem Thema Vegan Backen auseinandergesetzt und für Euch ein paar Informationen zusammengetragen. Am Ende warten noch zwei Rezepte für vegane Weihnachtsplätzchen auf Euch. Viel Spaß beim Nachbacken und Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und ein frohes Fest.

Vegan – Die rein pflanzliche Ernährung

Immer mehr Menschen entdecken die vegane Ernährung für sich. Andere leben zwar nicht vegan, interessieren sich aber einfach für diese Ernährungsform und deren Lebensmittel. Die persönlichen Beweggründe für die Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung können ganz unterschiedlich sein: Ethische, umweltbewusste oder gesundheitliche Motive stehen dahinter. Die Gesellschaft distanziert sich immer mehr von der Vorstellung veganes Essen würde nur aus Obst und Gemüse bestehen und verinnerlicht, dass eine vegane Ernährung keineswegs den Genuss und die Freude am Essen und an Lebensmitteln ausschließt.

Vegan backen ohne Eier, Butter und Co.

Wer sich vegan ernährt, verzichtet unter anderem auf die Verwendung von Eiern. Doch backen komplett ohne Eier, geht das überhaupt? Schließlich sind Eier doch das Bindemittel überhaupt und Garant für einen geschmeidigen Teig. Zusätzlich lockern sie Kuchen- und Plätzchenteig doch erst richtig auf oder geben einem Mürbeteig zusätzliche Feuchtigkeit. Auch für einen Pasta-Teig sind Eier nicht nur Farb- sondern auch Geschmacksgeber. Bei so viel positiven Eigenschaften stellt sich die Frage, ob Eier durch vegane Lebensmittel ausgetauscht werden können und das Endprodukt immer noch schmeckt und von der Konsistenz her gleich bleibt. Die Antwort lautet ja. Ein paar Alternativen möchte ich Euch kurz vorstellen:
  • Leinsamen sind fein gemahlen ein hervorragendes Bindemittel. Um ein Ei in einem Plätzchen-Teig zu ersetzen mischt Ihr einfach einen Esslöffel frisch gemahlene Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser. Dieses Prinzip funktioniert auch super mit Chia-Samen.
  • Für Waffel oder Rührkuchen könnt Ihr statt Eier einfach Sojamehl verwenden.
  • Wenn Ihr den Teig locker und saftig haben wollt, dann versucht es doch mal mit Fruchtpürees. In diesem Fall könnt Ihr statt auf Eier einfach auf Bananen zurückgreifen.
Hier noch eine kleine Anmerkung: Falls in Euren Rezepten Butter auf der Zutatenliste steht, so tauscht diese einfach durch pflanzliche Margarine oder Kokosfett aus. So könnt Ihr fast jedes Rezept kinderleicht auf eine vegane Ernährung anpassen.Um leckere vegane Cookies, Kekse, Muffins oder Plätzchen herstellen zu können, braucht Ihr bis auf Pflanzenmilch eigentlich keine ausgefallenen Zutaten. Selbst Sojamilch und Co. bekommt Ihr heutzutage in fast jedem Supermarkt oder Discounter. Besonders positiv: Fast alle Zutaten, die Ihr zum veganen Backen benötigt sind gut haltbar und können außerdem wunderbar gelagert werden. Hierzu zählen Lebensmittel wie Mehl, Backpulver, Natron, Zucker, gemahlene Nüsse und Kakaopulver. Übrigens ist Pflanzenmilch im Kühlschrank selbst im geöffneten Zustand wesentlich länger haltbar als Kuhmilch.

Weihnachtsschlemmereien für die Adventszeit

Zur Weihnachtszeit gibt es in Supermärkten und Bioläden jede Menge Weihnachtsschlemmereien, die auch für Veganer geeignet sind. Es gibt z.B. Marzipan, das meist nur noch mit Zartbitterschokolade überzogen ist und somit komplett pflanzlich ist. Um Euch die Weihnachtszeit aber selbst zu versüßen und Euch zu motivieren auch einmal etwas Neues auszuprobieren, habe ich Euch zwei vegane Rezepte herausgesucht, die Ihr gerne ausprobieren könnt. Das Rezept für Plätzchen mit Schoko, Haferflocken und Kokos habe ich aus dem Buch Vegan von Audrey Cosson und das Rezept für vegane Zimtsterne vom Portal vegetarian-only.de. Viel Spaß beim Backen und Genießen!

Rezept für Plätzchen mit Schoko, Haferflocken und Kokos

Vegane Kekse aus Schoko, Kokos und Haferflocken

Vegane Kekse aus Schoko, Kokos und Haferflocken

Zutaten: für 4 Personen (ca. 12 Kekse)
  • 1 EL Leinsamen
  • 60 ml festes Kokosfett
  • 100 g Rapadura-Vollrohrzucker
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 60 g Mehl
  • ¼ TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 100 g dunkle Schokolade (min. 70 % Kakaoanteil), gehackt
  • 80 g Haferflocken
  • 30 g geriebene Kokosnuss
Zunächst heizt Ihr den Ofen auf 190 °C vor. Püriert die Leinsamen-Kerne und gebt ca. 40 ml Wasser hinzu und mixt alles zu einer geschmeidigen Masse. Ihr könnt auch gleich gemahlene Leinsamen verwenden und diese weiter verarbeiten. Lasst die Masse anschließend ca. 5 Minuten ruhen.

Erhitzt das Kokosfett in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze. Nun verrührt Ihr in einer Schüssel die Leinsamenmasse, den Rapadura-Zucker, das Kokosfett und das Vanilleextrakt. In einer zweiten Schüssel vermischt Ihr Mehl, Natron und Salz und gebt alles zur ersten Masse hinzu. Verrührt alles gut miteinander. Schokolade, Haferflocken und geriebene Kokosnuss zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Lasst den Teig anschließend 15 Minuten im Kühlschrank ruhen.

Den Teig leicht ausrollen und anschließen mit Euren Händen kleine Kugeln formen. Legt die fertigen Kugeln mit ausreichend Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und drückt sie leicht an. Ich nehme zum Andrücken immer gerne einen kleinen Löffel oder eine Gabel. Die Plätzchen kommen nun für 16 Minuten in den Ofen.Lasst die Kekse auf einem Rost abkühlen. Frisch aus dem Ofen sind sie übrigens besonders knusprig und schmecken richtig lecker.

Wenn Ihr die Kekse ein paar Tage aufbewahren wollt, dann tut sie am besten in ein verschließbares Gefäß.Übrigens werden die Kekse noch knackiger, wenn Ihr statt Haferflocken Puffreis verwendet.

Rezept für vegane Zimtsterne

Was wäre die Adventszeit ohne Zimtsterne - heute mal in der veganen Variante, © Bethel Fath/ aus dem Buch Meine kleinen Backgeheimnisse

Was wäre die Adventszeit ohne Zimtsterne – heute mal in der veganen Variante, © Bethel Fath/ aus dem Buch Meine kleinen Backgeheimnisse

Zutaten für den Teig:
  • 200 g Puderzucker
  • 2 EL Zimt
  • 8 EL Wasser
  • 1 EL Zitronensaft
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 EL abgerieben Orangenschale
für den Guss:
  • Puderzucker
  • Wasser
  • 1 EL Zimt
Als zweites Rezept möchte ich Euch vegane Zimtsterne vom Portal vegetarian-only.de vorstellen. Das Rezept habe ich bisher noch nicht ausprobieren können, steht aber auf meiner weihnachtlichen To-Do-Liste.Für den Teig gebt Ihr Puderzucker, Zimt, Wasser, Zitronensaft und gemahlene Mandeln in eine Schüssel und verknetet alles gut miteinander. Rollt den Teig auf einer mit Alufolie ausgelegten Fläche aus. Mit einem Förmchen Sterne ausstechen und bei Zimmertemperatur ca. 4 Stunden trocknen lassen. Legt die Zimtsterne auf ein mit Backpapier ausgelegten Blech und backt diese bei 250 °C ca. 3-5 Minuten.

Vegetarian-only.de rät, die Kekse nicht zu lange im Ofen zu lassen, da sie Euch sonst zu trocken werden. Anschließend die Plätzchen gut auskühlen lassen. Aus gesiebtem Puderzucker, Zimt und wenigen Tropfen Wasser erstellt Ihr nun einen zähen Zuckerguss. Überzieht Eure Zimtsterne und lasst sie anschließend gut trocknen. Lagert Eure Kekse in einer mit Alufolie ausgelegten Keksdose, damit sie besonders frisch bleiben.

Habt Ihr Rezepte für vegane Weihnachtsplätzchen, die Ihr empfehlen könnt? Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte und natürlich auch beim anschließenden Schlemmen. Habt eine schöne Adventszeit!

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Über Vanessa
Ich bin Vanessa, Online-Redakteurin und leidenschaftliche Hobbyköchin aus Berlin. Ich probiere gerne neue Food-Trends aus, liebe es an Gerichten herumzutüfteln und immer wieder neue Aromen und Geschmackskombinationen zu entdecken. Außerdem reise ich sehr gerne und finde es dabei immer wieder spannend, kulinarische Besonderheiten kennenzulernen.