Bauhaus

Bauhaus

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Sprache: Deutsch
Ausstattung: 800 Abbildungen, Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenanzahl: 640
Größe: 29,0 x 24,5 cm

Preis: 49,90 € inkl. 7% MwSt.

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ISBN: 978-3-8480-1104-9
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Bauhaus Architektur, Kunst & Design

Ob in der Kunst, Architektur oder im Wohndesign: Der Einfluss des Bauhauses reicht bis in unsere heutige Zeit. Fast 100 Jahre nach seiner Gründung im Jahr 1919 strahlt es mit seinen frischen Ideen und Innovationen nach wie vor eine große Lebendigkeit aus. Unser Bauhaus-Buch widmet sich seiner faszinierenden Geschichte und nähert sich der Institution Bauhaus aus kunst- und kulturhistorischer Sicht. Auch heute ist das Bauhaus weit über die deutschen Landesgrenzen für seine große Experimentierfreude und sein zeitloses Design bekannt.

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Das Bauhaus: Gründung und Konzept

Als Walter Gropius 1919 seine Kunstschule in Weimar gründete, verlieh er ihr den programmatischen Titel „Bauhaus“, der auch heute noch mit der Moderne in Architektur und Design gleichgesetzt wird. Der Name Bauhaus ist eine Anlehnung an die Bauhütten der mittelalterlichen Kathedralen, in denen Kunst und Handwerk miteinander verschmolzen. Das Bauhaus sollte die Kunstdisziplinen Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Handwerk wieder miteinander vereinen und eine neue Baukunst schaffen. Die Wiederbelebung des Kunsthandwerks und die Entwicklung einer eigenen Formensprache standen im Mittelpunkt der Bauhaus-Programmatik, die an der Kunstschule von großen Lehrern wie Lyonel Feininger, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und vielen weiteren Künstlern gelehrt wurde.

Die Lehre am Bauhaus war in zwei Bereiche untergliedert: Ein theoretischer Vorkurs brachte den Bauhaus-Schülern zunächst die Beschaffenheit von Materialien sowie die Eigenschaften von Formen und Farben näher. In den Kursen in den Bauhaus-Werkstätten stand schließlich das praktische Arbeiten im Fokus. Hier entwarfen Schüler unter der Leitung jeweils eines Künstlers und eines Handwerksmeisters industrielle und kunstgewerbliche Prototypen, stellten sie selber her und prägten mit ihren Werken nicht zuletzt den unverwechselbaren Bauhaus-Stil mit seiner klaren, funktionalen Formensprache.

Zeitloses Design und puristischer Stil: Kunstgewerbe im Bauhaus

Aus der praktischen Ausbildung heraus entstanden zahlreiche Entwürfe für Möbel und Gebrauchsgegenstände, die auch in heutiger Zeit jedem Design-Fan bekannt sind. Nach dem Prinzip „form follows function“ stand bei Produkten wie dem Freischwinger-Stuhl oder der Wagenfeld-Lampe die Funktionalität im Vordergrund. Alle Entwürfe zeichneten sich durch einen schlichten schnörkellosen Stil aus und sorgten durch ihre Radikalität für Furore.

Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe & Co: Wegbereiter und Persönlichkeiten der Bauhaus-Schule

Große Künstler und Architekten zählten zu den Lehrern des Bauhauses und prägten dessen Ästhetik maßgeblich mit. Zu den bekanntesten Pädagogen zählten unter anderem die Maler und Grafiker László Moholy-Nagy und Lyonel Feininger, die Architekten Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe sowie viele weitere Künstler aus den Bereichen Druck, Malerei, Tischlerei, Weberei und Bühnenbild.

Bauhaus-Architektur: Die wichtigsten Architekten im Fokus

Vergleichsweise spät etablierte sich im Jahre 1927 mit dem Umzug der Bauhaus-Schule von Weimar nach Dessau eine eigene Architektur-Abteilung. Mit den bedeutenden Architekten Walter Gropius, Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe machte sich das Bauhaus in der Architekturwelt schon bald einen Namen. Unser Buch widmet sich diesen Leitfiguren und stellt sie und ihr Wirken ausführlich vor. Maßgebliche Wegbegleiter des Bauhauses wie der Architekt, Städtebauer und Pädagoge Ludwig Hilberseimer werden in Einzelporträts mit ihren bedeutendsten Entwürfen vorgestellt.

Das Bauhaus in der Weimarer Republik

Mit ihren innovativen Ideen machten sich die Lehrer und Schüler der Bauhaus-Schule nicht nur Freunde: Mitte der Zwanziger Jahre kamen bürgerlich-rechtliche Parteien an die Macht, die durch Kürzung von finanziellen Mitteln zu einer Schließung des Weimarer Bauhauses drängten. Die Bauhaus-Direktion entschloss sich für einen Ortswechsel: Das Staatliche Bauhaus in Weimar zog nach Dessau – in einen im Jahr 1925 neu errichteten Bau von Walter Gropius. Hier begann die wohl fruchtbarste Zeit des Bauhauses, das den Beinamen Hochschule für Gestaltung erhielt. 1932 musste die Schule jedoch auch Dessau den Rücken kehren und siedelte sich in Berlin an. Dort wurde sie von den Nationalsozialisten endgültig geschlossen. Namhafte Architekten und Designer, die aus Deutschland emigrierten und sich etwa an amerikanischen Universitäten etablierten, trugen das Label Bauhaus und seine herausragenden Ideen in die große weite Welt hinaus.

Tauchen Sie ein in die faszinierende Geschichte des Bauhauses in Weimar, Dessau und Berlin und lernen Sie bedeutende Architekten, Möbeldesigner, Bildhauer, Maler und weitere Künstler dieser prägenden Kunstschule kennen. Unser Bildband Bauhaus ermöglicht Ihnen einen vielseitigen Einstieg in den Komplex Bauhaus mit all seinen Facetten.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Grundlagen und Nachwirkungen
Bauhaus – geschichtlich
Bauhaus philosophisch – Kulturkritik und soziale Utopie
Bauhaus und Weimarer Republik – politische und kulturelle Hegemoniekämpfe
Bauhaus und Nationalsozialismus – ein Kapitel der Moderne
Bauhaus in der DDR – zwischen Formalismus und Pragmatismus
Bauhaus in der Bundesrepublik Deutschland – eine akzeptierte Hinterlassenschaft aus Weimar
Staatliche Bauhochschule Weimar – ein „Bauhaus Gropius ohne Gropius“?
Black Mountain College, NC
New Bauhaus und School of Design, Chicago
Hochschule für Gestaltung, Ulm

Leben und Alltag
Das Bauhaus und die technische Welt- Arbeit an der Industriekultur?
Körperkonzepte der Moderne am Bauhaus
Frauen am Bauhaus – ein mythos der Emanzipation
Bauhaus intim
Mazdaznan am Bauhaus – der Künstler als Heilsbringer
Bauhausfeste – Pathetisches zwischen Stepexzentrik und Tierdrama
Musik am laufenden Band – eine kleine Musikgeschichte des Bauhauses
Das Selbstporträt – die Fotografie als Auslöser reflektiver Wahrnehmung
Freie Malerei am Bauhaus
„eigentlich spinnen die doch alle am bauhaus“ – eine Zitatensammlung

Persönlichkeiten
Die drei Direktoren am Bauhaus
Das eigene Leben und Werk im Visier – der Architekt und Erfinder des Bauhauses Walter Gropius
Das Bauhaus auf dem Weg zu einer Produktivgenossenschaft – der Direktor Hannes Meyer
Ludwig Mies van der Rohe – Dessau, Berlin, Chicago
Johannes Itten
Die „Analyse Alter Meister oder Die Modernität der Tradition
Paul Klee
Spielerisch zum Wesentlichen
Wassily Kandinsky
Der paradoxe Ruhm eines Bauhausmeisters – ein Malerfürst als Theoriekünstler
Lyonel Feininger
Feiningers Fugen – die Hausmusik der Meister als Ausdruck konservativer Gesinnung?
Oskar Schlemmer
Oskar Schlemmers anthropologisches Design
László Moholy-Nagy
Synthese und Gesamtkunstwerk
Moholys Filmkunst oder Warum das Bauhaus dem Kino fernblieb
Joses Albers
Perceptive Painting statt Op-Art
Marcel Breuer
„luftig durchbrochen, sozusagen in den Raum gezichnet“ – die Stahlrohrmöbel von Marcel Breuer
Herbert Bayer
Universale Gestaltung für NS-Wirtschaft und -Staat
Gunta Stölzl
Die Alibi-Meisterin

Propädeutischer Unterricht
Der Vorkurs unter Josef Albers – Kreativitätsschule
Der Unterricht bei Wassily Kandinsky und Paul Klee
Farbenlehre am Bauhaus

Werkstätten
Die Tischlerei- und Ausbauwerkstatt
Lizenzen und Geschäfte des Bauhauses
Die Holz- und Steinbildhauerei – Plastische Werkstatt
Das Bauhaus und der Gedanke der Dombauhütte
„plastik … und das am bauhaus!?!?“ Über die Bildhauerei am Bauhaus
Die Metallwerkstatt
Das Gesetz der Serie
Die Keramikwerkstatt
Japan und die Bauhaustöpferei
Die Werkstatt für Wandmalerei
Edle Schlichtheit von der Rolle – die Bauhaustapeten
Die Webereiwerkstatt
zur Rolle des Kunsthandwerks am Bauhaus
Die Weimaerer Kunstdruckerei
Druckgrafische Editionen
Druckerei, Reklame, Werbewerkstatt
Ausstellungsgestaltung – eine Summe von Techniken?
Von unterkühlter Anmut zur Ermüdung des Rationalen – Propaganda vorgestern, Reklame gestern, Werbung heute, Kommunikation morgen
Roter Balken, rechter Winkel – ein Synonym für Bauhaus?
Die Fotografie am Bauhaus
Walter Peterhans auf dem Weg zur Subjektiven Fotografie
Die Bauhausbühne
Bauhausmasken – eine lose Liaison von Tänzern und Künstlern
Die Bauhausbühne nach der Bauhausbühne
Vom Bauhaus zum Hausbau – der Architekturunterricht und die Architektur am Bauhaus
Vom Siedlungshaus zum Städtebau – der Architekt, Städtebauer und Pädagoge Ludwig Hilberseimer
Die Schöne Neue Welt – eine Hausbaurevue, Spaziergang durch eine unmögliche Bauhausstadt

Theorie
Das bauhaus als Biskuit – gegen retrospektive Prophetien
Putzige Gewalten – drei denkbare Rückblicke auf eine verräumlichte Moderne
Kreide und Computer – Ordnungsprinzipien in der Dynamischen Bildgestaltung

Dokumentation
Bauhaus-Zeittafel
Bibliografie
Ausstellungen am Bauhaus
Glossar
Merchandising-Appendix
Die Autoren
Index
Bildnachweis und Danksagung

Pressestimmen

„Angesichts der immensen Informationsfülle ein erstklassiges Preis-Leistungsverhältnis!“
Ekz.bibliotheksservice, 16. Januar 2017

Zur Auflage 2013

„Wer erwartet, dass hier nur in großen Bildern geschwelgt würde, wird überrascht: Vielmehr empfiehlt sich ‚Bauhaus‘ als umfassendes Standardwerk zum Thema. […] Ohne den Leser zu überfordern, stellen die Autoren Zusammenhänge her und blicken in die berühmten Werkstätten in Weimar, Dessau und Berlin.“
TWEED, 1. April 2016

„Die Kunsthistorikerin Jeannine Fiedler versammelt in diesem Band Beiträge eines wissenschaftlichen Expertenteams der Fachrichtungen Architektur und Kunstgeschichte, die ihr Fachwissen zum Thema Bauhaus kompetent und anschaulich vermitteln.“
Fränkische Nachrichten, 1. Juni 2013

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